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Alices Reise

Eine junge Frau namens Alice beschloss eines Abends Ihr Elternhaus zu verlassen. Sie hatte nur einen Wunsch. Weg, weg, möglichst weit weg. Ein bisschen was vom Leben sehen und ein ganz klein bisschen Spass haben, wie andere Männer und Frauen in Ihrem Alter das auch haben. Sie kannte das alles nur vom Hörensagen, denn bis anhin erfüllte sie nur zwei Dinge, Gehorsam und Pflichterfüllung. Ihre Mutter erkrankte schon sehr früh, das allein wäre ja schon hart genug gewesen, aber die Frau benutze Ihre Krankheit auch um die ganze Familie nach ihrem Willen tanzen zu lassen. Wie Marionetten an einem Strick., mal zog sie da, mal zog sie dort und alle rund um sie herum hatten gelernt, dass es das beste war, wenn man den Zuckungen der Fäden folgte, alles andere führte zu endlosen Streitereien. So hatte die kleine Alice schon früh gelernt dass Streiten nichts nützte, Streit machte Aerger immer mehr und mehr. Alice wusste von Ihrer Mutter dass die Welt voller Gefahren sei und überhaupt, aber wie das so ist, die Menschen möchten ja ihre eigenen Erfahrungen machen.

Also, Alice ging eines Tages raus und irgendwie sie wusste selber nicht wie, landete sie in einer elenden Wüste. Sie wusste nichts vom Leben, nichts von der Welt und schon gar nicht dass Wüsten existierten. Sie war deshalb ziemlich überrascht, ein bisschen ängstlich hier draussen sich zu bewegen nicht zu wissen was man machen sollte. Wie war das doch zu Hause einfach gewesen. Dort hatte das Diktat der Mutter geherrscht, jede Stunde, jede Minute hatte sie immer gewusst was nun zu machen sei., ein leichtes zu wissen was zu machen ist.
Sie lief nicht lange in der Wüste herum. Schon bald traf sie auf ein anderes Individuum der Gattung Mensch. Hab ich ein Glück dachte sie ,ein Mensch, ein richtiger Mensch hier in dieser Wüste wo nur Einöde und Hitze herrschen ein Mensch, ein richtiger Mensch.. Der Mann hiess Bruno. Und eigentlich schien es Alice diese Person sei ziemlich umgänglich.. Er erzählte Witze, war spassig und überschlug sich fast vor Fröhlichkeit wie ein balzender Pfau der ständig das rad macht. Obwohl es eigentlich gar keinen Grund gab Witze zu machen heiterte seine spassige Art Alice auf. Endlich mal etwas lustiges erleben, nicht immer Trübsal blasen, putzen, waschen, aufräumen, einkaufen, Schuhe putzen, ja vor allem das Schuhe putzen für die ganze Familie das hasste sie wie die Pest., Krankenpflege machen. Endlich einmal ein kleines bisschen spüren vom richtigen LEBEN.. Das Leben konnte ja so richtig schön sein – oder nicht?

Trotzdem war ihr bewusst, dass sie irgendwie etwas dummes gemacht hatte, nun war sie hier in einer Wüste gelandet. Es schien ihr die Wüste sei wirklich riesig, heiss, weit, gefährlich.
In Gedanken schimpfte sie mit sich selber, ja die Eltern hatten sie doch gewarnt, da draussen ist es gefährlich und wenn Du nicht auf uns hörst, wird das alles kein gutes Ende nehmen.
Ja, so war das wohl, es kam ihr in den Sinn, dass früher immer wenn sie was gemacht hatte was ihre Eltern ihr verboten hatte sofort eine Strafe Gottes eingefahren war. Sie wusste nicht warum und wieso aber Gott schien immer zu sehen was sie machte und die Mutter sagte auch immer Gott straft sofort.
Ihr kam die Erkenntnis , die Eltern mussten kluge Menschen mit sehr viel Lebenserfahrung sein und sie sie war wirklich ein dummes Ding und hatte wieder einmal nicht gehört.


Nun, so dachte sie, und da sprach wieder ein anderer Teil ihrer Seele zu ihr, vielleicht ist das ja alles auch gar nicht so schlimm und überhaupt habe ich ja jetzt diesen Bruno getroffen der wird schon wissen was zu tun ist, es scheint er ist ein paar Jahre älter und hat mehr Lebenserfahrung ich werde mich mal ein bisschen an ihn halten und sehen wie das jetzt weitergeht. Irgendwann werden wir auch in dieser grossen Wüste mal auf Leute treffen und dann, ja dann kann ich mich auch ohne weiteres wieder abseilen, kein Problem. So dachte sie, dieses junge, dumme ,unerfahrene Ding. Jawohl, eigentlich ein ganz normaler Gedanke wie man meinen könnte oder nicht.?

Doch leider, schon sehr bald merkte sie, dass Bruno ein kleines Problem hatte und zwar fürchtete er sich noch viel, viel mehr vor diese riesigen Wüste. Deshalb machte er immer Spässe, um damit seine eigenen Angst und Unsicherheit zu verbergen. Dies hatte Alice sehr schnell bemerkt, aber was tun, sollte sie ihm sagen du bist ein Schisshase , sei ein Mann und überlege war wir gemeinsam hier draussen tun können. Nein, so viel Mut hatte sie nicht. Sie hatte nie gelernt irgend jemandem irgend etwas zu sagen auch wenn es ihre feste, innere Ueberzeugung war. Zu grosse Angst hatte sie, nicht mehr geliebt zu werden, zurück gestossen zu werden. Nein, dachte sie, es ist besser zu schweigen und sein Spiel und seine Spässe mitzumachen. Sie dachte sich, wenn wir beide fest zusammenhalten, dann sind wir zwei, also, gemeinsam sind wir stark, da kann uns wohl nichts passieren.

Da sie also beide gleich dachten und keinen Lust hatten die Wüste zu durchqueren stellte sich auch –gottseidank- nicht die Frage über diesen Punkt streiten zu müssen.“ Sollen wir oder sollen wir nicht“, es war ganz logisch, dass sie nicht wollten. Sie beschlossen an diesem Platz zu verharren. Irgendwann würde sich dann schon eine Lösung abzeichnen und Alice hatte gelernt ,dass man nur genug beten musste bis Gott eine Lösung schickte .Gott konnte nicht nur strafen, nein natürlich nicht, nein Gott konnte einem auch zu Hilfe kommen.
.
Natürlich dachte sie in einem kleinen winzigen Ecken ihres Hirnes darüber nach die Wüste alleine zu durchqueren und fand auch dass es sicher eine Möglichkeit gegeben hätte die man näher durchdenken müsste. Doch Bruno jammerte über dieses und jenes Leiden dass ihn plagte und sie sagte zu sich, nein Du wärest jetzt wirklich ein schlechter Mensch würdest Du deinen Retter in der Not einfach hier in dieser Einöde verlassen und alleine flüchten.
Nein mit diesem Gedanken oder dieser Tat hätte sie nicht leben können.

FORTSETZUNG FOLG
13.11.06 21:58
 


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